27. Dezember 2020 Anna&Johannes

Unser Elopement in den Bergen

Hier wird es jetzt ein bisschen lang. Und ein bisschen privat. Wir zeigen euch unser ganz persönliches Elopement in den Bergen. Genauer gesagt auf dem Simplon-Pass in der Schweiz.

Das Warum:
„Warum habt ihr das gemacht – noch mal?“ Wenn ihr die Bilder seht, wisst ihr die Antwort eigentlich schon. Wegen uns. Heiraten ist toll. Und wir haben es mit anderen (und jetzt auch selbst) richtig oft gemacht. Aber am Ende geht es um eine einzige Sache: Die Menschen, die sich lieben und die den Rest ihres Lebens miteinander verbringen wollen. Schon vor einigen Jahren, als wir das erste Mal zusammen über einen Schweizer Bergpass gefahren sind, haben wir gesagt: Das wäre ja auch geil, hier zu heiraten. Und dann haben wir es nicht gemacht, sondern standesamtlich in Karlsruhe und kirchlich in der Pfalz geheiratet. War super! Aber irgendwie war da immer dieser Gedanke: Du und ich und der Berg! Und vielleicht weniger Menschen.
Man denkt ja immer, in Krisen lernt man seine Mitmenschen kennen, aber ich sag euch beim Heiraten auch!

Das Wie:
Das Wichtigste für uns war, dass wir uns was sagen. Also nicht irgendwas (wie 2x Nuggets mit Currydip …), sondern das, was wir uns schon immer sagen wollten. Und zwar ohne viele Leute oder Mikrofon, sondern nur für uns zwei. Und wir hätten gerne ein Ritual, das etwas über uns aussagt. Also haben wir uns für eine Polaroidkamera entschieden und uns gegenseitig während der Trauung fotografiert. Außerdem musste es eine Buttercremetorte geben. Und als unsere Floristin mit der Traubogenidee in Bergform um die Ecke kam, wussten wir: Die ist die Richtige! Die Magnumflasche Champagner war gesetzt (wer braucht schon Gläser), das Wurfkonfetti eingepackt, und klar: unsere fabulöse Weddingsplanerin hat auch richtig guten Kaffee mitgebracht (große Freude bei Johannes!). Und natürlich wollten wir: Fotos, Fotos, Fotos!

Die Location:
Der Simplonpass. Er verbindet die Schweiz mit Italien und liegt auf 1995 Metern. Es ist rau dort oben, wild und einzigartig.
Man fährt sehr lange in einer Schlange aus grantigen Lkw-Fahrern, die alle gerne den bestimmt viel langsameren Lkw vor sich überholen möchten, bergauf. Und dann steigt man im Brautkleid aus, wird ganz großartig behupt und bejubelt 🙂

Das Kleid:
Ja, das Kleid verdient eine besondere Erwähnung, denn eigentlich hat damit fast alles angefangen. Und zwar mit dem Modell Libertine von Ian Stuart. Das gibt es nämlich nicht mehr. Schon lange nicht mehr! Weil es nicht (aber auch gar nicht) den europäischen Trends für Brautkleider entspricht. Und aus einer alten Kollektion ist. Und es ist aus Baumwoll-Taft ist und es hat STREIFEN. Und Anna liebt dieses Kleid. Nicht ein bisschen, sondern mit Obsession. Schon seit vielen Jahren. Seit so vielen Jahren, dass Johannes schon sehr früh in der Beziehung wusste, wer Libertine ist und wie sie aussieht. Und vor der Hochzeit war sehr sehr schnell klar: Die Libertine und die Anna – das wird nicht klappen. Oh weh! (Wie Jenny sagen würde).
Und nach der Hochzeit hat Johannes gesehen, das Anna immer noch die Bilder von DER Libertine auf dem Handy hat, und gesagt: Wenn wir noch mal heiraten, dann bekommst du die Libertine! Und Anna hat gesagt: „Wir heiraten noch mal?????? Juhuuuu!“ Und dann hat die Anna sich ans Telefon geklemmt und angefangen, dieses Kleid zu suchen. Oder etwas, das vielleicht wie die Libertine aussieht. Oder ihr zumindest nahekommt. Ja, die Ansprüche sind da mit der Anzahl an Telefonaten und Mails echt gesunken. In Holland hätten sie was Ähnliches mit Streifen gehabt, aber eher nicht so gut für eine Curvy-Braut. In Berlin gab es eine sehr alte Libertine in Größe 32. HAHAHAHAHAHAHAHA: Nein. Auf dem Weg durch die deutsche Brautladen-Infrastruktur haben wir einiges erlebt … . Nicht immer Schönes. Viel Unfreundliches (das geht ganz schnell, wenn die merken, dass man bei ihnen kein Kunde wird), viel Inkompetenz … . Bei einem sehr bekannten deutschen Brautladen (nein, natürlich sage ich nicht wo) hat man den Designer auf der Webseite, wusste das aber gar nicht, als ich dort angerufen hab und wurde dann fast persönlich, als ich das Angebot, doch ein schönes neues Kleid bei ihnen zu kaufen, abgelehnt habe. Aber natürlich gab es auch tolle Läden, die helfen wollten, aber eben einfach nicht konnten. Der gute Ian hat uns alle ganz schön Nerven gekostet. ^^
Und dann gab es einen Brautladen in Stuttgart, der auf seiner Seite schreibt: Wir haben auch Vintagekleider von alten Marken und Sammlerstücke. Ich versuch das mal wiederzugeben:
– „Hallo, hier ist die Anna, ich suche ein Kleid, ich weiß, das hört sich jetzt bescheuert an, aber da gibt es so einen Designer … Ian Stuart und das Kleid, die Libertine … .“
– „Ah ja, der Ian, netter Mensch, leider macht der nichts mehr passendes für den aktuellen deutschen Markt, aber tolles Zeug. Ich hab zwei, drei Brautkleider von ihm da. Die Libertine nicht, aber komm doch vorbei und schau mal.“
– „Aber es kann sehr wahrscheinlich sein, dass ich nichts kaufe! Ich will ein ganz ganz spezielles Kleid und nichts, was aktuell irgendwie in Mode ist.“
– „Alles klar, ich verstehe. Ich mach den Termin persönlich. Ich liebe eine gute Herausforderung. Wenn du nichts findest, machen wir wenigstens eine Flasche Sekt auf und tratschen ein bisschen.“
So haben wir Doris von All about Dreams kennengelernt.
Anna hat tatsächlich ein Kleid gefunden. Keine Libertine, aber etwas, was sich jederzeit mit der Libertine messen kann. Aus Seide, mit ordentlich Material am Rock. Und alt. Es ist eine Adelaide aus 2012! Das original Preisschild war sogar noch dran. LIEBE!

Die Freunde:
Eigentlich müsste hier stehen „Dienstleister“, aber das würde einfach nicht stimmen!
Die Schweizer Mädels-Crew:
Da wir ja immer mal wieder Shootings in der Schweiz machen, folgen wir dort ein paar tollen Dienstleistern auf Instagram. Eine davon ist die unglaublich begnadete Floristin Vera (https://www.einzigartig-veraritler.com/). Zusammen mit zwei Kolleginnen aus dem Bereich Weddingplaning Vanessa – Younique Weddingplaning und Joana (joanafux.com/) hat sie eine wunderbare kleine Agentur für Hochzeitsrundumservice im Wallis gegründet: hochzits-atelier.ch/
Uns war schnell klar, dass wir die ganze Aktion weder alleine machen können noch wollen. Wir haben an der kirchlichen Hochzeit sehr viel selbst gemacht und dieses Mal wollten wir nur eins: Ja-Sagen. Und Kuchen!
Mit diesen fantastischen drei haben wir so unfassbares Glück gehabt. (Ist ja nicht so, dass wir große Ansprüche hätten – Gott bewahre.) Es war genau so, wie wir uns es gewünscht hatten. Nicht perfekt, sondern wunderbar!

Rednerin: Nachdem Anna also im Brautladen stand, mit der Adelaide, heulend, sagte Doris: Habt ihr schon jemand, der die Trauung macht? Und da stellt sich heraus: Doris ist nebenher noch Traurednerin (wie Anna) und findet Berghochzeiten in Wanderstiefeln hervorragend. Karma Baby! Dass wir uns bei Pasta & Co ganz super über Sektgläser angrinsen können, haben wir dann auch herausgefunden.

Haare & Make up + Nerven beruhigen: Wenn wir sagen: Dienstleister und Freunde sind hier praktisch das Gleiche, dann meinen wir zum einen unsere neuen Freunde, die als Dienstleister hinzugekommen sind, aber auch die alten Freunde, die uns schon eine ganze Weile begleiten. Die Schminktante, Anja Frankenhäuser (und natürlich ihren persönlichen Photobomber), kennen wir seit Jahren und waren froh, dass die beiden von der Berghochzeitsidee genau so begeistert waren wie wir. Annas Inspiration für die Haare war Kirsten Dunst im Film Marie Antoinette, das muss man erst mal als Stylistin mitmachen 😉 . Anja hat uns als Überraschung auch ein Haarteil von Goldknopf mitgebracht. Vielen Dank noch mal für die Leihgabe!

Es gibt so unfassbar viele Details und wunderbare kleine Geschichten am Rande, die den hier schon sehr gespannten Rahmen sprengen würden. Aber fragt uns doch einfach beim nächsten Mal Treffen oder Skypen: Wir (Anna) erzählt euch gern von den kleinen Bergkristallen am Brautstrauß, den vorher unter ästhetischen Gesichtspunkten angebrannten Kerzen, den Ohrringen aus echten Blüten, dem Anzug mit den blauen Blättern mit den Extraknöpfen, den rosa Buffalo-Stiefeln, dem weißen Schäferhund, der Traurede, die unter dem Kleid verschwand, und viel viel mehr!

 

Wenn ihr noch nicht genug von der Schweiz habt: Schaut euch dieses After-Wedding-Shooting an 🙂 . Mit Gin und Candy im Flussbett!
Und noch mehr Fotos findet ihr natürlich im Blog und den Galerien!

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